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Elisa Day berührt, besticht und verzaubert. In tobenden Momenten besingt sie Konzentration auf den Moment. «Atme und Zähle Bis Zehn», ihr zweites Album, ist ein Farbkasten von Augenblicken, die das Leben schreibt. Musik, die das Nachdenken über Alltägliches, Befindlichkeiten und Existenzielles ans Spezielle knüpft.

«Los. Losgehen – Lass Los – Geh Los – Los»

Elisa Day hat eigene Regeln für die Art und Weise, wie sie wahrgenommen werden will. Kategorien gelten für sie nicht. Die diplomierte Jazzsängerin und Komponistin manövriert sich und ihre Band, gekonnt arrangiert, zwischen Genre-Grenzen. So wird Poesie zu Pop. Rainer Maria Rilkes Gedicht Der Panther vertont sie zu einer Klavierballade à la Björk, in einem schwerelosen Spiegelkabinett der Stimmen. Aus den beiden Gedichten Christian Morgensterns Das Huhn und Das Knie macht sie eine groovig unbeschwerte Kopfnick- Nummer zum Mitsummen und Blackboard Story in New York, eines der Lieder aus komplett eigener Feder, erzählt von ungewöhnlichen Katzen und Außerirdischen, in Tom Waits‘ Blues – Rumpelbeat Attitüde.


Keck und unbefangen erzählt sie uns von Dingen, die wir nicht sehen und hören können, die mit ihren Augen und Ohren die Welt hinterfragen und dank ihrer Stimme zu faszinierenden Songs und Bildern werden. Ganz weit weg von Esoterik und sperrigem Singer – Songwriter – Geschwafel. Im Titeltrack teilt sie den Moment eines Schicksalsschlages – voller Zweifel und gewagter Hoffnung. «Atme und Zähle bis Zehn» ist die Aufforderung zum Klarbleiben, wenn nichts mehr klar ist.

«atme atme [… ] lächle lächle […] es wird sicher alles wieder gut»

Und es geht noch besser. Das Schlussstück „Giants“ taucht in einer Reihe mit Joanna Newsoms «Sadie» oder Margret Glaspys «Somebody to Anybody» auf. So besingt sie die Liebe, selbstbewusst mit Ukulele und in den Höhen überschlagender Stimme.

«We are like giants, brave and fearless minds»

Weich und wundervoll.